Verbrauchertipp

Hier werden regelmäßig Tipps zu verschiedenen Themen, wie Verträge, Telekommunikation, Ernährung oder Geld veröffentlicht.

 

Verbrauchertipp 2

Umtausch und Rückgabe nicht selbstverständlich:

Die Waren einfach wieder umtauschen? Oft erstatten die Händler dann den Kaufpreis oder stellen einen Gutschein aus, sogar wenn die Ware eigentlich in Ordnung ist. Dies tun die Händler freiwillig. Es besteht kein Recht auf Umtausch oder Rücknahme der Ware. Wenn Waren allerdings einen Fehler haben, können sie beim Händler reklamiert werden.

Anders ist es, wenn Produkte online gekauft werden. Bei den meisten Online-Käufen können die Produkte zurückgegeben werden. Das steht im Gesetz.
Tipp: vorab im Laden nach den Umtausch-Bedingungen fragen und sich vorsorglich eine Umtausch-Möglichkeit – etwa auf dem Kassenbon – schriftlich bestätigen lassen.

Garantie und Gewährleistung sind nicht dasselbe:

Beide Begriffe bedeuten nicht dasselbe.
Die Garantie ist eine freiwillige Zusage der Hersteller. Hier zeigen die Hersteller/Händler, dass sie für die Qualität oder Funktions-Tüchtigkeit ihrer Produkte gerade stehen.
Die gesetzliche Gewährleistung bei neuer Ware ist Pflicht für die Händler: Sie müssen für zwei Jahre nach dem Kauf (beziehungsweise nach Übergabe der Ware an den Kunden) für Mängel an der gekauften Sache gerade stehen. Zeigen sich nach dem Kauf Mängel, müssen Kunden den Händlern noch zweimal die Möglichkeit der Nacherfüllung geben. Das heißt entweder reparieren lassen oder eine fehlerfreie Ware geben lassen. Erst wenn das nicht möglich ist, können Kunden von dem Kaufvertrag zurücktreten und die Erstattung des Kaufpreises verlangen.
Weil die Rechtslage hier sehr kompliziert ist, kann hier gerne die Verbraucherzentrale gefragt werden.

 


Verbrauchertipp 1

Sich nicht beirren lassen

Richtige Regeln beim Kaufen und Bezahlen beachten

Was auf den ersten Blick als gutes Recht für Kunden erscheint, erweist sich beim genauen Hinsehen oft als ein weit verbreiteter Irrglaube.
Die unterschiedlichen Regeln für Waren aller Art im Geschäft oder im Online-Handel werden für viele immer unüberschaubarer. Gut ist es hier, alles Wichtige zu kennen, um gute Kaufentscheidungen zu treffen und bei Problemen richtig zu reagieren.

Verträge sind auch ohne Unterschrift gültig:

Der Einkauf von Waren oder die Zustimmung zu Dienstleistungen ist ohne Unterschrift gültig. Unbedingt unterschrieben werden müssen nur Vereinbarungen, die in Schriftform abgeschlossen oder auch noch durch einen Notar beglaubigt werden müssen – wie etwa bei einem Immobilienerwerb.

Preisauszeichnungen nicht immer bindend:

Auch wenn für ein Smartphone ein Preis von 79 Euro auf dem Preisschild angegeben ist, muss der Verkäufer es nicht zwingend zu diesem Preis verkaufen. Maßgeblich ist immer der Preis, über den sich Käufer und Verkäufer an der Kasse einigen. Trotzdem darf der Verkäufer natürlich nicht bewusst mit falschen Preisen werben.


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Verbraucherzentrale des Saarlandes e.V., Büro Malstatt
Bettina Zeller und Nola Krohn

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